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Praxis, Stabilität und 3D‑Planung:
Wie sich der Metallbau neu aufstellt

Banner for TENADO METALL 3D featuring Lukas Brohammer, with text about a 3D CAD metal construction expert interview.

TENADO, ein Unternehmen von Revalize, entwickelt seit fast 40 Jahren spezialisierte CAD-Lösungen für den professionellen Metallbau und begleitet Betriebe bei der Umstellung auf eine durchgängige 3D-Planung in Kooperation mit Lukas Brohammer.

Der erfahrene CAD-Dienstleister mit Schwerpunkt im Metallbau und überzeugter Anwender der neuen Generation von TENADO METALL 3D erläutert im Interview seine Sicht darauf, wie sich die Anforderungen der Branche an Planung, Prozesse und Software aktuell verändern und warum klassische 2D-Ansätze zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Er spricht über typische Fehlerquellen, die Rolle stabiler 3D-Workflows und darüber, worauf es bei moderner CAD-Software aus Anwendersicht im Arbeitsalltag wirklich ankommt.

Herr Brohammer, womit beschäftigen Sie sich aktuell in Ihrem Arbeitsalltag und welche Projekte begleiten Sie typischerweise?

Ich arbeite als CAD‑Dienstleister hauptsächlich für Metallbaubetriebe. Mein Fokus liegt auf der Konstruktion und Planung unterschiedlichster Metallbauprojekte, die ich deutschlandweit begleite. Angefangen bei der Entwurfsphase bis hin zur detaillierten Ausarbeitung für Fertigung und Montage. Dabei bin ich oft direkt in reale Abläufe eingebunden und erlebe aus erster Hand, wo Prozesse funktionieren und wo sie ins Stocken geraten.

Was sind aus Ihrer Sicht aktuell die größten Herausforderungen für Metallbau‑ und Konstruktionsbetriebe?
Die größte Herausforderung ist gar nicht rein technisch zu verstehen; es ist eher ein generelles Kommunikations‑, Informations‑ und Fokus-Chaos, das sich grundlegend durch viele Betriebe und Bereiche zieht. Unterschiedliche Kommunikationskanäle, ständig neue Informationen und wechselnde Anforderungen führen dazu, dass Beteiligte die Übersicht verlieren und Projekte unnötig an Fahrt verlieren. Saubere Prozesse und echte Wertschätzung der Mitarbeitenden sind aus meiner Sicht entscheidend, um den Menschen wieder den Rücken für ihre eigentliche Arbeit freizuhalten.
Wo entstehen heute die größten Zeitverluste oder Fehlerquellen – insbesondere in der Planung?
Ganz klar: bei zahllosen Korrekturschleifen. Häufige Änderungen, etwa von Architekten‑ oder Kundenseite, führen zu permanenten Anpassungen. Das alles lässt sich vorab nicht sauber und strukturiert in die Planung integrieren und die Projekte werden immer wieder unterbrochen. Das führt schnell zu Fehlern, Verzögerungen und unnötigem Mehraufwand.
Warum stoßen klassische 2D‑Planungsansätze im Metallbau zunehmend an ihre Grenzen?
Bei größeren Projekten und komplexen Geometrien reicht 2D schlicht nicht mehr aus, um teure Kollisionen sicher zu vermeiden. Außerdem wird das Aufmaß heute oft bereits mit 3D‑Scannern durchgeführt. Es ist daher nur logisch, diese präzisen Raumdaten auch im CAD vollständig in 3D weiterzuverarbeiten. Alles andere würde bedeuten, wertvolle Informationen ungenutzt zu lassen.
Was ist aus Ihrer Sicht der größte Irrtum rund um 3D‑CAD im Metallbau?
Dass der Umstieg von 2D auf 3D „nur“ eine zusätzliche Dimension bedeutet und damit schnell erledigt ist. In Wahrheit erfordert die 3D‑Planung von Anfang an ein Umdenken und der Erfolg hängt letztendlich immer auch vom Können und der Bereitschaft der Anwendenden ab.
Was hat Sie persönlich von TENADO METALL 3D überzeugt?
Für mich war entscheidend, dass TENADO METALL 3D auf Autodesk‑Technologie basiert. Damit arbeitet man mit einem leistungsfähigen Industriesystem, das zugleich gezielt um metallbauspezifische Werkzeuge ergänzt wurde. Das ergibt eine gute Kombination aus Stabilität und Spezialisierung.
Welche TENADO METALL 3D Funktionen machen für Sie im täglichen Arbeiten den größten Unterschied?
Besonders wichtig ist für mich das reibungslose Zusammenspiel zwischen Punktewolken‑Verarbeitung und Parametrik. Ich kann sehr große 3D‑Aufmaße ruckelfrei einladen und meine Konstruktion exakt an den Bestand anpassen. Wenn später Änderungen kommen – und die kommen fast immer –, passt sich das Modell durch die Parametrik sauber an, ohne dass ich alles neu aufbauen muss.
Wie unterstützt TENADO METALL 3D Anwendende konkret im Arbeitsalltag?
Durch die stetige Verbesserung und Erweiterung praxisbezogener Funktionen. Man merkt, dass hier nicht am Markt vorbei entwickelt wird, sondern mit Blick auf die tatsächlichen Anforderungen im Metallbau.
Wie ordnen Sie die Partnerschaft zwischen TENADO METALL 3D und TREPEDIA aus Anwendersicht ein?
Sehr positiv. Gerade bei verzogenen Treppen bietet die Zusammenarbeit eine optimale Unterstützung. Das Modell lässt sich präzise erstellen und anschließend nahtlos weiterverarbeiten.
Aus Anwendersicht: Was sollte eine zeitgemäße 3D‑CAD‑Roadmap im Metallbau unbedingt beinhalten?
Die Anbindung und saubere Verarbeitung von Punktewolken, außerdem Automatisierungen, etwa bei Zeichnungsableitungen oder der Erstellung von Bauteilen und Baugruppen. Das spart Zeit, reduziert Fehler und sorgt für eine deutlich höhere Planungssicherheit.
Zudem sollte stets der Bezug zur Praxis berücksichtigt werden. Für mich ist es einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Und der endet nicht bei Funktionen selbst, sondern umfasst eine kontinuierliche Weiterentwicklung unter Berücksichtigung der realen Anforderungen der Anwender. Nur so bleibt eine gute 3D CAD-Software langfristig für Anwendende relevant.
Blick in die Zukunft: Wie wird sich der Metallbau in den kommenden Jahren entwickeln?
Automatisierung, Robotik und künstliche Intelligenz (KI) werden in Konstruktion und Fertigung weiter an Bedeutung gewinnen; daran habe ich keinen Zweifel. Aber Technik allein reicht nicht mehr aus.
Aus meiner Sicht wird zudem der Faktor Mensch wichtiger denn je: Gute Führung der Mitarbeitenden, klare Kommunikation und echte Wertschätzung werden darüber entscheiden, welche Betriebe langfristig erfolgreich sind.
Ich verstehe darunter, dass sich Wertschätzung im täglichen Miteinander zeigen sollte. Zum Beispiel in respektvoller Kommunikation auf Augenhöhe, ehrlicher Anerkennung von Leistung und darin, Verantwortung zu übernehmen. Ebenso wichtig ist eine Fehlerkultur, in der Herausforderungen offen angesprochen und gemeinsam gelöst werden können. Gerade in einem anspruchsvollen Umfeld wie dem Metallbau kann sich das direkt auf die Bindung von Mitarbeitenden auswirken. Ein starkes Argument im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.

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Über den Experten

Lukas Brohammer ist Metallbaumeister, CAD-Dienstleister mit Schwerpunkt Metallbau und begleitet mit seinem Unternehmen BroCAD Metallbau- und Konstruktionsbetriebe deutschlandweit bei der Planung und Umsetzung komplexer Projekte. Darüber hinaus unterstützt er Unternehmen dabei, ihre internen Konstruktionsprozesse weiterzuentwickeln und effiziente digitale Methoden im Betrieb zu etablieren. Sein Fokus liegt darauf, Betriebe praxisnah bei der Einführung spezialisierter Workflows zu begleiten und sie damit zukunftssicher aufzustellen.